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Anlagestrategien: Strategie 4 – Cash Reserve

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Zuletzt aktualisiert am 8. Juni 2020

Strategie 4 , die Cash Reserve, ist wesentlich einfacher gestrickt als alle anderen Strategien, da es sich prinzipiell um die Cash-Reserve handelt, die gehalten werden soll um von möglichen Chancen auf dem Markt zu profitieren. Diese Strategie dient also im Prinzip dazu Geld zu parken bzw. zurückzuhalten bis sich Chancen am Aktienmarkt ergeben, sei es für ein potenzielles Investment oder durch einen größeren Kurssturz an den Börsen.

Es ist also ganz grundsätzlich nicht das Ziel zu jeder Zeit zu 100% im Aktienmarkt investiert zu sein, wenn sich aber Chancen ergeben ist dies aber durchaus im Bereich des möglichen.

Werden Investments in Strategie 2 und Strategie 3 beendet, fließen die Ertrage immer zurück in Strategie 4 bis sich neue Anlagen ergeben.

Wohin mit der Cash-Reserve?

Aktuell ist die Cash-Reserve auf einem Tagesgeldkonto geparkt, da es meiner Meinung finanziell keinen Sinn macht es kurzfristig in Festgeld-Produkten anzulegen oder in riskantere Produkte zu investieren wie zum Beispiel P2P-Kredite oder Weltsparen. Gerade letzteres birgt für mich ein schlechtes Chancen/Risiko Verhältnis da die Verzinsung im osteuropäischen Ausland zwar höher als auf deutschen Tagesgeldkonten ist, wenn der Anbieter aber nicht in der Eurozone sitzt trägt man dazu aber noch ein Währungsrisiko und das Beispiel Island während der Weltfinanzkrise gezeigt hat, dass die Einlagensicherung ihre Grenzen hat.

Schlechtwetterreserve

Über die gewöhnliche Cash-Reserve welche zum Investieren an den Kapitalmärkten vorgehalten wird, halte ich es für sinnvoll auch eine Schlechtwetterreserve aufzubauen.

Je nach persönlicher Risikoaversion sollten hier Rücklagen aufgebaut werden für mögliche schlechtere Zeiten oder unerwartete Aufwendungen und Investitionen. Ich halte es für absolut notwendig hier mindestens 3 Netto-Monatsgehälter zu hinterlegen.

Es können immer unvorhersehbare Ereignisse auftreten, sei dies eine teure Reparatur des benötigten Autos, eine defekte Waschmaschine, ein Umzug oder der unerwartete Fall in die Arbeitslosigkeit.

Wohin mit der Schlechtwetterreserve?

Meiner Meinung von höchster Wichtigkeit ist diese Schlechtwetterreserve auf einem getrennten Konto zu lagern, am besten bei einer anderen Bank. Dies hilft dabei diesen Geldbetrag nicht ständig im Blick zu haben, so entstehen weniger Verlockungen das Geld abseits der geplanten Verwendung auszugeben. In meinem Fall liegt die Schlechtwetterreserve bei einer großen deutschen Autobank, schöner Nebeneffekt hier ist, dass ich von dort aus nur Überweisungen zu meinem Girokonto ausführen kann. Bei 1 bis 2 Tagen Verarbeitungszeit der Überweisung bleibt Zeit zum Reflektieren, Kurzschlusshandlungen können so ausgeschlossen werden.

Urlaub und andere Ausgaben

Ich bin kein großer Fan davon viel Geld auf dem Girokonto liegen zu haben. Auch wenn heute die Zinsen so niedrig sein, dass es keinen großen Unterschied macht ob das Geld auf einem Tagesgeldkonto liegt oder auf dem nicht-verzinsten Girokonto.

Deshalb habe ich ein weiteres Tagesgeldkonto angelegt auf das ich regelmäßig Geld für Konsumausgaben einbezahle die einen größeren Aufwand bedeuten. In meinem Fall war dieses Konto in den letzten Jahren vor allem für Reisen und Möbel in Verwendung. Der Betrag der auf diesem Konto liegt variiert von Jahr zu Jahr je nachdem welche Ausgaben ich erwarte.

Für mich ist das aktuell die beste Lösung mit der ich mich am wohlsten fühle. So muss ich bei großen Rücksetzern an der Börse oder bei Crashs nicht befürchten Aktien verkaufen zu müssen um meine Ausgaben begleichen zu können. Und das Cash-Management ist für mich gerade dafür da ruhig schlafen zu können und mich bei Chancen nicht ärgern zu müssen, dass ich keine Rücklagen habe die ich dafür nutzen könnte.

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