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3 Lehren aus dem Wirecard Debakel

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Wie viele andere Privatanleger muss auch ich Lehren aus dem Wirecard Debakel ziehen. Auch wenn es nur eine kleinere Position in meinem Depot war, ist der Verlust den ich realisieren musste substantiell. Ungefähr 1500 Euro habe ich mit meinem Wirecard Investment verloren, das entspricht ca. 75% des Einsatzes. Doch welche Lehren ziehe ich daraus?

Wo Rauch ist, ist auch Feuer

Die erste Lehre ist rückblickend tatsächlich dieses Sprichwort, wo Rauch ist da ist auch Feuer. Die Financial Times haben offensichtlich nicht ganz unrecht mit ihren Behauptungen und Anschuldigungen über die letzten Jahre gehabt. Es war etwas faul im Hause Wirecard und das Unternehmen konnte die Anschuldigungen nie ganz ausräumen. Es bedarf in Zukunft also mehr Vorsicht bei Investitionen in solche Unternehmen die mit solchen Vorwürfen zu kämpfen haben.

Kann man dem Vorstand vertrauen?

Der Wirecard-Gründer Markus Braun sowie der gesamte Vorstand haben sämtliche Anschuldigungen der Financial Times und anderen Medien immer verneint, aber nie wirklich die Hosen runtergelassen um die Vorwürfe komplett auszuräumen. Die Kommunikation an die Aktionäre lässt sich mit Salamitaktik bestens beschreiben. Es wurde ausschließlich reagiert. Die Präsentation der Bilanz wurde mehrmals verschoben und immer so spät wie nur irgendwie möglich bekannt gegeben. Da hilft es nichts, wenn der Gründer charismatisch ist und das Geschäft floriert, mittel- bis langfristig verspielt ein Unternehmen mit solch einer Investor Relations das Vertrauen der Anleger und damit verringert sich die Chance auf kontinuierlich steigende Aktienkurse.

Auch DAX Unternehmen können manipulieren

Ein Grund warum ich trotz aller Anschuldigungen, Vorwürfen und Berichten in Wirecard investiert geblieben bin und an einen Turnaround der Aktie geglaubt habe war, dass Wirecard ein DAX Unternehmen ist. Ein Unternehmen der deutschen Börsenbundesliga. Bei all den strengen Regeln zu Bilanzierung konnte ich mir nicht vorstellen, dass so etwas tatsächlich möglich sein könnte. Ich wurde wie viele anderen des besseren belehrt. Auch solche Flaggschiffe können große Unregelmäßigkeiten in ihrer Bilanz tragen, bzw. mit fragwürdigen Geschäftspartnern und Geschäftspraktiken arbeiten.

Meine Lehren aus dem Wirecard Debakel

Was heißt das für mich für die Zukunft? Ich habe für mich beschlossen und festgelegt, dass ich sobald Anschuldigungen über Bilanzfälschungen zu einem meiner Investments bekannt werden und diese nicht innerhalb kürzester Zeit vom Unternehmen ausgeräumt werden können, ich mich aus diesem Investment zurückziehen werde. Völlig egal ob es sich um ein großes DAX oder NASDAQ Unternehmen handelt und nicht.

Egal wie die Wirecard Geschichte ausgehen sollte, ein waschechter Krimi scheint es ja auf jeden Fall zu sein, ich werde das Unternehmen weiter verfolgen, nicht all Aktionär sondern als Zuschauer. Es bleibt spannend.

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