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Aktienanlage: Investieren vs Sparen

Einführend möchte ich kurz über meine Ziele schreiben und natürlich auch über die Intention in diesem Blog darüber zu schreiben meine finanzielle Zukunft mit Aktienanlagen zu unterfüttern.

Sparen

Aufgewachsen und sozialisiert in Deutschland ist es denke ich bei mir wie bei der Mehrzahl der Einwohner dieses Landes. Man hat von Kreissparkassen und Volksbanken gelernt, dass wenn man fleißig spart und am Weltspartag sein Sparschwein bei der Bank vorbei bringt, es nicht nur Belohnungen gibt sondern auch auf seinem Sparbuch Zinsen gutgeschrieben werden. Diese Erziehung durch das sozialen Umfeld und die Banken mit ihren Knax und Marc & Penny Comics hatte auch bei mir einen großen Einfluss. Wenn man fleißig spart, dann hat man später mehr Geld auf dem Sparbuch und kann sich etwas viel schöneres kaufen.

Warum in Aktienanlage?

Nun ist dies sicherlich nicht falsch gewesen für den Großteil meines Lebens, vor allem während meiner Kindheit in den 80ern und 90ern. Eine gewisse Form von Milchmädchenrechnung war es zwar auch schon damals, aber solange es Zinsen für Geldanlagen gab, war alles halb so schlimm. In einer Zeit in der die Leitzinsen aber bei plus minus 0 Prozent sind, ist es offensichtlich, dass dies zu einer Schrittweisen Entwertung des Vermögens führt, weil die Inflation höher als der Zins ist.

Lars Erichsen spricht hier regelmäßig davon, dass dies eine Geldaufbewahrung und keine Geldanlage ist. Schaut man sich die Entwicklung des Zinsniveaus in Verbindung mit der durchschnittlichen Inflation an, muss man dieser Aussage zustimmen.

Auf der Suche nach Möglichkeiten eine höhere Verzinsung auf sein Erspartes zu bekommen, ist der Schritt dann recht offensichtlich, sich mit Aktien zu beschäftigen und Unternehmen die sogar regelmäßig Dividenden ausschütten.

Investieren

Investitionen haben das Ziel Geld zu generieren, bzw. Sachwerte zu erzeugen die einen höheren Wert haben als das ursprünglich eingesetzte Vermögen / Kapital.

Im Zusammenhang mit der Geldanlage in Unternehmensbeteiligungen (Aktien) finde ich diese Definition sehr hilfreich. Gibt ein Unternehmen neue Aktien aus, so ist das Ziel dieser Neuemission sich neues Kapital zu beschaffen, welches benötigt wird um das Unternehmen weiterzuentwickeln. Das Unternehmen kauft von dem von Aktionären zur Verfügung gestellten Kapital dann zum Beispiel eine neue Maschine mit der dann ein neues Produkt hergestellt werden kann und so der Umsatz und Gewinn des Unternehmens im Optimalfall gesteigert wird.

Beteilige ich mich nun an diesem Unternehmen, kaufe ich einem anderen Aktionär seine Unternehmensbeteiligung ab, in der Hoffnung, dass das Unternehmen auch weiterhin erfolgreich handelt und wirtschaftet.

Ist dies der Fall, steigt der Wert meiner Unternehmensbeteiligung und wird mir zudem in vielen Fällen eine Dividende ausgezahlt. Mein angespartes Geld, welches ich jetzt in Aktien investiert habe, wird also im Erfolgsfall mehr, da ich am Erfolg meiner Unternehmensbeteiligung partizipiere.

Fazit

Sparen ist erst einmal nichts schlechtes. Sparen ist der Grundstein um investieren zu können. Das prinzipielle Problem mit Sparen ist meiner Meinung nur, dass viele den Fehler machen zu denken, dass man durch fleißiges Sparen am Ende mehr Geld hat. Der Realzins (also Zins – Inflation) war aber über die längsten Zeiträume relativ Nahe an null.

Wenn man sich nun die Entwicklung des Deutschen Aktienindex (DAX) von 1992 bis heute anschaut, dann sieht man, dass der DAX 1992 bei ca. 1600 Punkten stand, während er heute bei 13200 Punkten notiert (stand 2. Dezember 2019). Auch wenn das Risiko zwischenzeitlich negative Renditen an der Börse mit Aktien zu erzielen jeder Zeit mit einkalkuliert werden muss, ist meiner Meinung die Chance über einen langen Zeitraum eine höhere Rendite zu erzielen als mit dem eigenen Sparkonto deutlich höher.

Wichtig ist nur, dass man nur Erspartes in Aktien anlegt, welches man auf absehbare Zeit nicht benötigt. Denn sollte es an den Kapitalmärkten zu einem Crash oder einfach auch nur Rücksetzer kommen, sollte man nicht gezwungen sein den Verlust realisieren zu müssen.

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