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Börsenlexikon – Finanzbegriffe definiert

Wer an den Kapitalmärkten sein Geld anlegt stößt regelmäßig auf Begriffe, Kennzahlen und Abkürzungen die nachgeschlagen werden müssen. Weil es auch mir so geht, führe ich auf dieser Seite die gängigsten und weniger gängigen Finanzbegriffe auf und definiere sie kurz. So entsteht hier ein kleines Börsenlexikon.

Generell gilt vorweg zu nehmen, dass auch wenn jede dieser Kennzahlen und Begriffe seine Daseinsberechtigung hat, man sie nie losgelöst von anderen Informationen betrachten sollte.

1. Marktkapitalisierung

Die Marktkapitalisierung eines Unternehmens bezeichnet den aktuellen Börsenwert eines Unternehmens. Berechnet wird die Marktkapitalisierung durch Multiplikation von Aktienkurs mit der Anzahl der ausgegebenen Aktien des Unternehmens. So gibt der Börsenwert einer Aktiengesellschaft den Preis wieder, den man bezahlen müsste, würde man das gesamte Unternehmen kaufen wollen.

2. Aktienkurs

Der Aktienkurs eines Unternehmens spiegelt den Wert eines einzelnen Unternehmensanteil an der Börse wieder. Der Aktienkurs wird von Maklern an der Börse zwischen Angebot und Nachfrage ermittelt.

3. Umsatz

Als Umsatz bezeichnet man den Wert aller verkauften Produkte, Waren, Dienstleistungen, Services eines Unternehmens.

4. Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV oder Price-Earnings-Ratio)

Das Kursgewinnverhältnis ist eine der gebräuchlichsten Kennzahlen bei der Aktienanalyse und gibt das Verhältnis zwischen aktuellen Aktienkurs zum Gewinn je Aktie wieder. Je niedriger das KGV ist, desto günstiger erscheint eine Aktie.

5. Kurs-Cashflow-Verhältnis (KCV)

Das Kurs-Cashflow-Verhältnis dient zur Bewertung der Entwicklung der Ertragskraft eines Unternehmens.

6. Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV)

Das Kurs-Umsatz-Verhältnis gibt das Verhältnis zwischen aktuellem Aktienkurs und dem Umsatz des Unternehmens wieder. Wie schon beim KGV ist auch beim KUV ein niedrigerer Wert ein Indikator dafür, dass eine Aktie im Vergleich mit einer anderen Aktien niedriger bewertet ist.

7. Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV)

Das Kurs-Buchwert-Verhältnis stellt das Eigenkapital eines Unternehmens mit dem Wert eines Unternehmens an der Börse ins Verhältnis. Ein Wert unter 1 würde also eher einen Indikator dafür geben, dass ein Unternehmen unterbewertet ist, während ein Wert über 1 eher für eine Überbewertung sprechen würde.

8. EBIT (Earnings before Interest and Taxes)

EBIT steht für das Unternehmensergebnis bevor Zinsen und Steuern verrechnet werden und wird auch als operatives Ergebnis bezeichnet.

9. EBITDA (Earnings before Interest and Taxes, Depreciation and Amortization)

EBITDA steht für das Unternehmensergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen auf Sachanlagen sowie immaterielle Vermögensgegenstände.

Da Abschreibungen ausgeklammert sind gibt das EBITDA einen Hinweis auf die aktuelle Verfassung eines Unternehmens.

10. Eigenkapitalquote

Die Eigenkapitalquote gibt den Anteil des Eigenkapitals eines Unternehmens am Gesamtkapital an. Diese Kennzahl wird häufig zur Beurteilung der finanziellen Stabilität von Unternehmen verwendet. Je niedriger das Eigenkapital eines Unternehmens ist, desto mehr ist es von den Finanzmärkten abhängig wenn es um mögliche Finanzierungen von Investitionen geht.

11. Eigenkapitalrendite (englisch ROE)

Die Eigenkapitalrendite misst die Rentabilität des Eigenkapitals in Relation zum Reingewinn eines Unternehmens. Die Eigenkapitalrendite oder auch Return on Equity misst also die die Effizienz des zur Verfügung stehenden Eigenkapitals eines Unternehmens.

Allerdings muss man bei dieser Kennzahl etwas vorsichtig umgehen, da bei gleichen Gewinn und abnehmendem Eigenkapital diese Kennzahl positiver ausfällt.

12. Verschuldungsgrad

Der Verschuldungsgrad gibt die Relation zwischen Eigenkapital und Fremdkapital an. Generell gilt hier, dass der Verschuldungsgrad nicht höher als 67% sein sollte, also das Fremdkapital nicht mehr als doppelt so hoch wie das Eigenkapital sein sollte um eine gesunde Finanzstruktur zu ermöglichen. Allerdings gibt es auch gute Gründe das Fremdkapital in einem Unternehmen zu erhöhen, hier wird häufig vom Leverage-Effekt gesprochen.